Was ist das eigentliche Problem?
Man stolpert über EPS und Giropay, denkt: „Sind das nicht einfach nur zwei weitere Zahlungsmethoden?” – falsch gedacht. Die Verwirrung kostet Zeit, Geld, Kundenvertrauen. Und das ist das Kernproblem: Wer nicht weiß, worin die Unterschiede liegen, verliert im E-Commerce-Game.
EPS – Der österreichische Player
EPS steht für „Electronic Payment Standard”. Direkt aus Wien, primär für österreichische Bankkunden. Hier gilt: Wenn du eine österreichische IBAN hast, klickst du, bestätigst per TAN, und fertig. Schnell, sicher, lokal verankert. Keine extra Registrierung, nur deine Bankdaten.
Giropay – Das deutsche Pendant
Giropay ist das Gegenstück aus Deutschland. Hier nutzt du dein Online-Banking-Login, bestätigst per Push-TAN, und das Geld fließt sofort. Der Clou: Giropay deckt fast jede deutsche Bank ab, sodass du nicht nur auf ein paar Institute beschränkt bist.
Technische Unterschiede in einem Satz
EPS setzt auf das „Instant Payment Scheme” des österreichischen Zentralbank-Netzwerks, Giropay dagegen auf das „Sofortüberweisung-Protokoll” des deutschen Kreditverbands.
Gebühren – Wo das Geld wirklich hingeht
EPS-Transaktionen kosten meist ein bis zwei Cent pro Vorgang, Giropay kann bis zu 0,30 % plus Grundgebühr verlangen. Kurz gesagt: EPS ist fast gebührenfrei, Giropay nimmt ein bisschen mehr ab.
Integration – Schnell, aber nicht gleich
Einmal eingerichtet, kann EPS per API in wenigen Minuten eingebunden werden. Giropay erfordert ein umfangreicheres SDK, mehrere Testphasen und ein separates Merchant-Account-Setup. Also: EPS = Plug-and-Play, Giropay = Projekt.
Risikomanagement – Was die Banken sagen
Beide Systeme bieten 3-D-Secure-ähnliche Schutzmechanismen, aber Giropay nutzt zusätzlich ein Risiko-Scoring-Modul, das Transaktionen in Echtzeit bewertet. EPS verlässt sich auf das klassische Bank-Risk-Framework.
Benutzererlebnis – Der Kunde im Fokus
Bei EPS klickt der Nutzer nur „Bestätigen”, bei Giropay muss er erst den Online-Banking-Login ausfüllen, TAN eingeben, und erst dann geht’s weiter. Das heißt, EPS ist intuitiver, Giropay etwas umständlicher.
Warum das wichtig ist für deinen Shop
Du verkaufst nach Österreich? EPS ist dein direkter Draht zu den Kunden, keine Umwege. Du willst deutschlandweite Reichweite? Giropay deckt das Netzwerk ab. Ignorier das nicht – das entscheidet über Conversion-Rate.
Ein kurzer Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen
EPS unterliegt den österreichischen Zahlungsdiensterichtlinien, Giropay den deutschen PSD2-Vorgaben. Das bedeutet: Bei EPS gibt’s weniger Compliance-Aufwand, bei Giropay musst du mehr Dokumentation vorweisen.
Der entscheidende Unterschied in einem Wort
Lokalisierung.
Wie du jetzt handeln solltest
Setz sofort EPS ein, wenn du österreichische Kunden hast, und teste Giropay parallel für den deutschen Markt. Und hier ist der Deal: https://epswetten.com/articles/eps-giropay-unterschied/